| bu = | Alm |
| botn = | (Fjord)ende |
| breen = | Gletscher |
| dal(en) = | Tal |
| døla = | Talfluss |
| fjell = | Berg(land) |
Color Line
»Kronprins Harald« mit Postflagge
,
- hin und zurück zum Piraterie-Preis von € 332,-
Samstag 04.06. ab Kiel 1400 -
an Oslo 930
im *huch* ›Herrenbett‹.
Unvermutet unvermautet ging's unverzüglich auf der [E18] Richtung Drammen von dannen.
Unwesentlich weiter westlich wartete Kongsberg(-werk) trotz Minengürtel ohne echten
Silberstreif am wässrigen Horizont.
| fonn = | Firn |
| fossen = | Wasserfall |
| skaret = | Pass |
| topp = | Gipfel |
| vatn(et) = | See |
| vidda = | Hochfläche |
Nach einer (strom)schnellen Trockenpause mit entsprechendem ›Riegel‹ in Notodden lockte die Stabkirche von Heddal an der Heddøla im Heddal. So einfach ist das mit der geographischen Orthographie. Hinter dem himmlischen Holzstapel tüdelt man nach Tuddal im Tuddalsdalen (einfach, gelle) und auf zum Gausta (1.883 m) - kaum zu toppen und wie aus einer Backform telegen in der Telemark gelegen. Den Gipfelsturm leider auf Eis gelegt, wurde das Nachtlager bei Rjukan tiefer gelegt - bezahlt mit ec-Kronen der Schöpfung aus einer »Minibank«.
Abgrundtief spannende Spreng-Sabotage gegen Adolfs A-Bomben-Ambitionen (›Schweres Wasser‹
kurz D2O) zeigt das
Kraftwerk Norsk Hydro
in Vemork.
Über Austbø, Ofte und Eidstod im Zickzack zuerst zum Zelt am Fyresvatn- Südufer mit
sonniger »Øynuten Rundt« zu apsis-ähnlichen Trollhöhlen (ohne Trolle)
und »Bever Hytta« (ohne OBI-Nager). Dann zurück zur Panorama-Klippe vor Dalen und gleich zwei Fälle
von Fjellvegen: [45] bis Rotemo mit wässrigem Fall und über
Suleskar-Pass (1.050 m) mit Steinmann-Defilee zum Lysefjord.
Am »Adlerhorst« wurden der Kjeragbolten-Besuchsplan vom Winde verweht, aber viele schätzen den
Sturzflug über 27 sagenhafte Serpentinen plus Kehre im Lyse-Tunnel
nach Lysebotn, wo die Nachtwache unchristlich nach sieben Glasen endete. Wieselflink vom
»Hurtigbåter«
in Sognesand angelandet und von einer sakralen
Silikon-Schönheit
in der
Stabkirche von Årdal angelockt, wurde zu samt und sonders fairen
Fährpreisen Sand und Sauda erreicht. Liebhaber verschneiter Schneisen finden auf der [520] alias
Røldalsvegen (1.422 m) Fräskunst vom Feinsten mit acht Meter Schnee.
Aber Obacht Wächtenwächter: Ab und an kracht es kristalin an der Kante, gar selten ward Gegenverkehr
gesehen.
Wer keinen eisigen Nebel mag, fühlt sich wohl im Regen rund um Røldal rund um wohl. Die frostig-frustige Røldalsfossen-Sondersuche [E134]-stromaufwärts ohne Zusatznutzen vor einer regen- und segensreichen Zeltnacht - gleich nebenan die Stabkirche mit göttlichem Geheimgang. Trotz Tunnelblick nach Norden gab es die Morgendusche schon vor dem Låtefossen, doppelt besetzt und dreifach besucht. Nach koffeinhaltiger Regenrast in Odda dann die 11-km-Trockenübung touri-frei durch den Folgefonn-Tunnel in den goldenen Westen.
Weder gülden-sonnig noch gesund war's in Sundal - nach vier Stündchen unter der Camping-Kinderrutsche
(›das klart gleich auf‹) wurden im Hotel nebenan gegen gutes Geld gute Heizungen
gegen klamme Klamotten eingesetzt. Fast allein
führte der
Folgefonn-Folgetag im Bondhusdalen über Bondhusvatnet (wieder mal einfach) zum züngelnden
Bondhusbreen: Drei Stunden matschiger Marsch, danach kultiviert nach Rosendal.
Ironie in der Baronie: Statt Rosen regnete es H2O auf den Goretex-Harnisch,
also auf mit freiherrlich favorisierter Fjordfähre zur [49].
Freeclimber finden feine Felszeichnungen am Parkplatz Salthamaren. Der Jause mit steinigen Jagdszenen folgte bei Norheimsund stante pede der Steindalsfossen (überlaufen und unterwandert) plus ›Goldfischsee‹ Skårsvatnet (vollgelaufen) mit dem ›gelben Aland‹ ohne Angst vor Angler-Attacken. Auf dem allzu langen Abendtreck auf der [13] war wieder Wasser fällig: Skjervefossen vor Voss und Tvinvefossen nach Voss, direkt vorm Zelt in Randlage des randvollen Campus. Nach finsterem Frost dann frühreifer Startschuss zum Samstag-Shopping.
Ergo Lebensmittel-Lücken und Aluboxen an der nächsten Ecke geschlossen und bei Brekke eine der »bomveg«-Schranken spontan gegen Montanmaut geöffnet. Schotter. Schnee. Sackgasse. Stiefel. Sonnenbrille. 100% UV-Schutz. ›Nur‹ mit 20% neigen sich die 13 kurvigen Haarnadeln des alten Stalheimskleivi hinab in die Stalheimskleiva, d.h. 380 schluchtige Meter runter ins Nærøydalen. Als nässende Zugaben tröpfeln Sivlefossen (240 m) und Stalheimfossen (126 m) tosend ins Tal. Im Sommer rollen wohl auch reichlich Reisebusse Richtung Nærøyfjord.
Vorsaisonal singuläre Freunde der KuK-Zeit (Kaffee und Kuchen) bekommen bei Kaiserwetter in Gudvangen sonnige Wangen. Dann Tausch von Sitzplanken gegen Bootsplanken inmitten seefester Sushi-Sympatisanten mit Sehschlitzen. Mit simultanen Linsen-Lächeln versuchten selbige sich als Mövenbändiger und ließen die liebliche Landschaft links (terminus technicus ›backbord‹) liegen. Nach der West-Ost-Passage des Sognefjord (satte 1.380 m tief) Löschen der lustigen Lebendladung in Kaupanger und klamme Klabauter-Kälte bis Lærdal.
Europa rückt zusammen, aber warum so dicht wie im Geometrie-Getto an der Holland-Hauptroute [5]?
Tropfnasser Trödeltag, Weiterfahrt sinnlos. Frühstart mit
Spiegel-Reflexionen
inmitten 10 Meter hohem »Snø« auf dem
Aurlandsvegen (1.306 m). Sonnige Stille, lawinöse Lasten und
Rentiere haben sich rentiert. Zurück kommen Klaustrophobiker im
Lærdals-Tunnel (24,5 km!) zwischen drei Lichtdomen kostenlos
auf ihre Kosten. Wetter wieder wässriger, also besser als Exot mit Zelt Exodus vom Campus und
auf durch den ›kleinen‹ Fodnes-Tunnel.
Hinfort am Årdalsfjord entlang, lockt hinter hässlicher Industrie der familien- und
senioren-feindliche Auf- und Abstieg zum Vettisfossen (275m). Natur pur
mit Nässe von allen Seiten
. Banger Biker-Blick nach oben:
Hoffentlich kein neuer Schnee auf dem Tindevegen (1.350 m) Richtung
Sognefjell. Orkaneske Grenz- Erfahrungen führten zum Schlummern kurz vor(!)
Skjolden, windgeschützt und mit eigenem Wasserfall. Sakrale Sehnsüchte werden weit am Lustrafjord
gestillt - die Stabkirche
von Urnes, UrNESCO-zertifiziert und verziert.
Interessant auch meine rundtour-kompatible Trajekt-Traverse mit Kontinuation ins Jostedalen am Jostedalsbreen (ich wiederhole mich ungern). Etwas ›exklusiver‹ zog ich nach Bergset ab und den warmen Wanderwams an. Rein optisch nur ein Zungenschlag zum Bergsetbreen. Aber neben den üblichen Schikanen wie Morast mussten hier auch Schneeschichten geschickt überstiefelt werden, also Vorsicht vor schlüpfrigen Schicksalsschlägen! Mit langsam verhagelter Miene ging's via Gaupne (ec-Automat defekt, Bank stur) zurück zum Zelt.
Neuer Tag, neues Glück - mit mehr Benzin als Bargeld auf zum sagenhaften Sognefjellsvegen (1.434 m). Sagenhafter Regen und schemenhafte Langlauf- Profis im Schneegestöber. Jotunheimen janz im Nebel bis runter nach Elvesæter bis zur 33-Meter-Säule Sagasøyla - sagenhaft leer. Frostiger Frust wurde am Knotenpunkt Lom dank frischer Münzen mit einem Heißgetränk gedämpft und bekämpft. Geht doch: Sonniger Start ab Café auf der [15] mit Stromschnellen-Stopp am reichlich um- und verbauten Dønfossen. Da waren aber noch diese Schilder...
Bilderbuchwetter im Breiddalen bis 62° Nord - Ende im Gelände, sofern man kein Lawinenhund ist.
Nach längerer Landkarten-Lektüre lenkte ich ›Zurück auf Lom‹ und vorwärts ins wårme Vågå.
Plan B war eine Rondane-Runde, zuerst 30 km »bomveg«
, bøig nach
Bøsætre und Dombås, dann windschief ins Folldalen. Die To†eislöcher-Tour ab Dørålsætre wurde
auf Schotter im Sturm gestoppt und der Leidens(um)weg Rondevegen (1.060 m)
glazial nach Otta verlängert. Wieder wårm wurde Vågå Richtung Lemonsjø
(vgl.
März) auf der [51] verlassen.
Einen Katzensprung entfernt wartete die Sjoa-Klamm Ridderspranget auf Besucher mit Regenrüstung, bevor der hartgesottene Hasardeur bei wechselhaften Rentieren ›objektiv‹ nass wurde. Rottenführer Rudolf (lt. Zooordnung Paarhufer, Wiederkäuer und Stirnwaffenträger) machte sich aber devot-domestiziert davon. Klimatisch gesehen wäre der ersehnte klassische Überseen-Pfad zum ›Sensengrat‹ Besseggen ein Fall für den Sensenmann. Leicht schneeblind zu übersehen: Kaffeestube mit Heizung gegen Harsch an Hand- und Schuhen. Die Abfahrt nach Bygdin bot neben seehenswerten Eisschollen noch einen ›Eisbrecher‹ im Trocken- bzw. besser Matschdock vor dem sommerlichen Stapellauf.
Die letzte Hürde Båtskaret (1.160 m) mit letzter Krad-Kraft genommen,
wurde es im sonnigen(!) Süden ganz laaangsam wieder warm ums Herz. Die Stereo-Stabkirchen lohnen
nicht (irgendwann reicht's auch), dann doch lieber liebliche Wiesen mit güldener Blumenzier.
Inmitten etlicher Autos wurde die [E16] bei Bjørgo ins Etnedalen verlassen. Rund ums Zelt lockten
die Steinbrücke Lundebrue über entsprechendem fossen
sowie ufernahe, steinalte Fels-Elche
.
Mit neuer Wegzehrung aus Dokka zog sich der Weg zäh am Rand vom Randsfjord entlang.
Steinige Kulturbildung gibt's gratis auf Bilden bei Brandbu -
»Stonehenge« für Arme. Extrem €xpensiv dagegen der Zeltgrund am Holmenkollen
über Oslo.
Aber unbedingt noch die steile Sprungschanze
besuchen! Morgens um 800 Uhr waren die 650 nackerten
Vigeland-Figuren im Frogner-Park noch ohne Spanner. Als weitere
nahe Wartezone ideal: Der maritim-museale Overkill auf der Halbinsel Bygdøy, z.B. das
Fram-Museum
mit seinem Polarfuchs Roald Amundsen.
Zurück ab Oslo 1400 -
an Kiel 930
im Schlafsessel (grober Fehler).
Σ 2.689 km - ganz schön kalt und grau in NorRegen,
aber ich gebe nicht auf...
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